Feb 8

Wie bleibt man motiviert?

Die Frage nach der Motivation wird mir oft gestellt. „Moni, wie kannst du bei 124 Pässen immer motiviert bleiben?“ Die Antwort: Ich tue es nicht.

Aber ich bereite mich darauf vor, unmotiviert zu sein. Ich kenne keine Person, die jeden Tag vollmotiviert ist (wenn du eine bist, bitte schreibe mir, damit ich eine Person kenne 😊 ).

Und das ist auch menschlich. Es gibt einfach Tage, die sind…sorry für meine Sprache…scheisse.

Das Wetter schlecht, Schlaf schlecht, Kaffee schlecht, Laune schlecht. Es gibt diese Tage.

Manchmal brauchen sie auch noch nicht mal einen besonderen Grund. Dann hat man vielleicht noch von erfolgreichen Personen gelesen, die scheinbar immer hochmotiviert sind und schon kommt man in eine negative Gedankenspirale, dass man einfach das Zeug nicht hat, erfolgreich zu sein. Ich kann dir sagen, es gibt Tage, da bin ich sehr unmotiviert.

Aber anstatt überrascht zu sein, dass ich jetzt unmotiviert bin, bin ich vorbereitet. Dies ist mein Action Plan, wenn ich keine Motivation habe:

a.       Ich mache mir bewusst, wie weit ich schon gekommen bin. Ich werfe einen Blick zurück und sehe, wie viel harte Arbeit hinter mir liegt. Ich mache mir klar, dass es ok ist, dass es auch nicht so motivierende Tage gibt. Dies hilft mir, mich nicht unter Druck zu setzen. Heute heisst es dann einfach mal, mit halber Geschwindigkeit weiterzumachen – egal ob das beruflich, privat oder wortwörtlich bei der Challenge
 
b.       Ich ändere meine Plan für den Tag. Ich suche mir die schönsten Übungen aus, die mir am meisten Spass machen. Dann weiss ich, dass ich wenigestens etwas gemacht habe. 

c.       Ich mache mir bewusst, wie dankbar ich sein kann für das, was ich habe – meine Familie, meine Freunde, meine Gesundheit, die Möglichkeiten, meine Ziele angehen zu können. Sich dem bewusst zu werden, dass der Zustand nicht selbstverständlich ist, entzündet in mir eine neue Energie und Motivation.

Es gibt tatsächlich Tage, an denen jeder obige Remotivationsversuch scheitert. Das passiert bei mir sehr selten, aber es gibt sie. Die Tage, wo man eigentlich nicht aufstehen will, Decke über den Kopf und mit Fastfood sich reihenweise irgendwelche TV-Serien reinzieht. Und genau das tue ich dann auch. Anstatt zu versuchen, irgendwas auf die Beine zu stellen und den Tag produktiv zu gestalten, mache ich ihn zum Gammeltag – ohne Reue. Ich drehe den Tag bewusst zu einem Demotivationstag, aber wichtig dabei ist es, ihn auch genau so zu geniessen. Ich sage mir: Heute bewusst auf 0% runterschalten (und die Betonung ist auf „bewusst“) und dafür morgen wieder 100% am Start zu sein. Manchmal ist es einfach wichtig, den Motor auf null herabzufahren, anstatt ihn dauerhaft auf 50% zu bedienen.


Klar, es ist sehr wichtig zu erwähnen, dass dies nicht zum Dauerzustand werden soll, sondern eine bewusste Entscheidung.


Es ist entscheidend, sich darüber im Klaren zu sein und zu akzeptieren, dass es nicht immer möglich ist, ständig motiviert zu sein. Wir sind keine Maschinen. Da du schon weisst, dass es diese Tage gibt, kannst du dich darauf vorbereiten. Kreiere einen konkreten Action Plan. Was hilft dir? Ein Telefonat mit Freunden, eine Wechseldusche, dein Lieblingskaffee? Schreibe dir deinen persönlichen Motivations-Action Plan auf. Mit dieser Strategie hast du auch nicht das Gefühl, dass du aufgibst, wenn du einen schlechten Tag hast. Er ist einfach Teil von einer wunderschönen Reise zum Ziel.  

Was hilft dir motiviert zu bleiben? Schreibe es in die Community.
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